16. April 2026 · Michail Wassiljew

Nexus Devlog: Sonnensystem

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Im letzten Abschnitt ist eine neue Simulation dazugekommen - das Sonnensystem. Gameplay und realistische Physik gibt es hier noch nicht, es ist einfach eine Demonstration der Engine.

Sonnensystem

In der Mitte steht die Sonne, drumherum die Planeten mit ihren Monden und Asteroiden. Jeder Körper hat Eigenschaften: Masse, Größe, Temperatur und etwa zehn weitere, alles auf echten astronomischen Daten. Heraus kommt so etwas wie eine interaktive Wikipedia - man klickt einen Körper an und sieht ihn sich an. Im Moment ist das nur ein Anschauungsmodus: man kann zusehen, aber nicht spielen. Es gibt noch einen zweiten, einen taktischen. Die Bahnen sind dort schematisch und nichts bewegt sich, dafür ist das Feld in Hexfelder aufgeteilt - über die Felder lassen sich bequem Flotten bewegen und Stationen setzen, wie in Weltraumstrategien. Das ist die Vorarbeit für späteres Gameplay.

Das Sonnensystem in der Simulation: die Sonne, Planeten mit Asteroidengürteln, beim ausgewählten Planeten ist das Eigenschaftsfenster geöffnet
Dieselbe Welt im taktischen Modus - die Bahnen sind in Hexfelder aufgeteilt

Was es Neues in der Engine gibt

Das Wichtigste in diesem Monat ist ein 2D-Client mit Grafik und Animation. Im Inneren haben sich dabei ein paar Dinge gelöst, die sich noch aus den alten Spielen zogen. Eigenschaften sind jetzt universell: dieselbe Masse hat ein Planet und, sagen wir, ein Sack Reis - es ist eine einzige Eigenschaft für jede Entität. Welche davon eingebunden werden, entscheidet das Design des jeweiligen Spiels.

Bei der Gelegenheit habe ich auch Ordnung in die sehr großen und sehr kleinen Zahlen gebracht. Früher sind manche unserer frühen Spiele darüber gestolpert: kaum war die Bevölkerung über ein paar Milliarden, kamen Billionen und Trillionen, die man nirgends richtig anzeigen kann. Jetzt werden solche Werte kurz geschrieben, als Zehnerpotenzen: 10³⁰ statt einer Eins mit dreißig Nullen. Und das Durcheinander ist weg.

Das System lässt sich direkt im Lauf ändern, über Befehle. Das Format ist einfach: /set, dann der Körper, die Eigenschaft und der Wert. Hier ein paar Beispiele aus dem Video:

/set Jupiter Orbit 2
/set Earth Weight 1e35

Der erste verschiebt Jupiter auf die zweite Bahn, näher an die Sonne - und mit ihm ziehen die Trojaner um, die Asteroiden, die sich in seiner Nähe halten. Der zweite macht die Erde so schwer, dass sie zu einem Schwarzen Loch kollabiert und auf einen Schlag alle anderen Eigenschaften verliert. Jeder Schritt lässt sich rückgängig machen - alles wird wieder, wie es war.

Die Erde, per Befehl bis auf 10³⁵ beschwert, ist zu einem Schwarzen Loch kollabiert

Die Dichte rechnet die Engine selbst aus, aus Masse und Größe. Aber eine vollständige Physik gibt es hier nicht, es ist eine Demonstration: derselbe Jupiter bleibt selbst direkt neben der Sonne kalt, dazu bin ich noch nicht gekommen.

Sprachsteuerung

Auf dem Handy lässt sich das alles per Sprache steuern. Man tippt auf das Mikrofon und sagt, was zu tun ist. „Lösch den Mars“ - die Bahn verschwindet samt Planet. „Tausch die Bahnen von Jupiter und Neptun“ - sie werden getauscht. „Gib der Sonne eine Atmosphäre“ - es kommt eine dazu, allerdings eine giftige. Die KI versteht vieles, aber nicht alles: bittet man sie „mach den Mond schön“, gerät sie ins Stocken, weil „schön“ subjektiv ist. Und die ganze Grafik mit den Hinweisen gibt es vorerst nur für das Sonnensystem: Exoplaneten oder Galaxien lassen sich so nicht hinzufügen, das ist eigener Inhalt, er ist geplant.

Die mobile Version: die Taste für die Sprachsteuerung unten

Sprachen und Netzwerk

Die Sprache wechselt man mit einem einzigen Befehl:

/lang arSA
/lang enUS

So schaltet die Oberfläche auf Arabisch und wieder zurück, und insgesamt gibt es mehr als zwanzig Sprachen. Über das Netzwerk kann man einen zweiten Client starten und ihn mit derselben Sitzung verbinden - vorerst ist das nur eine Demonstration, aber in Zukunft wird man so die alten Spiele des Studios zusammen spielen können, ein Marble Age oder so. Und die mobile Version macht fast genau dasselbe, also kann man ein Sternsystem auch direkt vom Sofa aus umbauen.

Die Simulation habe ich auf die Website gestellt - ausprobieren kann man sie im Simulationskatalog. Mehr über Nexus und die Pläne gibt es im Nexus-Bereich.